In Zeit und Raum Begegnungen vertrauen
Es war wieder soweit. Der erste „Teeabend“ des neuen Sommersemesters ist vollbracht. Die Deutschsprachige Muslimische Studentenvereinigung, kurz DMS, lud am 12. Mai 2011 SchülerInnen und StudentInnen, Ehemalige, Familien und Freunde ein, gemeinsam bei Kaffee, Tee und anderen Leckereien einen schönen Abend zu verbringen.
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Pünktlich zu spät trudelten die Gäste ein. Der Abend begann mit einer netten Vorstellung der DMS durch die Amira (die amtierende Vorstandsvorsitzende) Vildan. Sie gab den Gästen einen kurzen Einblick in die Tätigkeiten der DMS und stellte das Programm des Semesters vor. Um auch den International Students die Möglichkeit zu geben einen sprachlichen Zugang zu erhalten, wiederholte sie ihre Einleitung auf Englisch. Ihr ausgeprägter britischer Akzent war gleich zu Beginn ein Highlight. J
Anschließend übernahm Schwester Maryam das Wort und stellte den Rat Muslimischer Studierender & Akademiker (RAMSA) vor. Die DMS ist Diesem zugehörig und verwies damit auf die Möglichkeit sich auf Hochschulebene zu engagieren. Neben jährlichen Studienreisen, bietet die RAMSA die Möglichkeit einem deutschlandweiten Netzwerk anzugehören und somit auch den Zugang zu Erfahrungen aus verschiedenen akademischen Bereichen.
Der Vortrag des Abends wurde von Mehmet und Amin gehalten. Ihren Fokus legten die beiden auf die Ayat 13 aus der Surah Al-Hujuraat. Bruder Amin rezitierte diese Ayat aus dem Quran und verwies anschließend auf die Frage, welche Absicht jeder Gast aktuell mit sich trägt und wieso sich jeder und jede einzelne Person entschieden hat, der Einladung der DMS zu folgen.
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„Oh ihr Menschen, Wir haben Euch ja aus einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und wir haben Euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiss, der Geehrteste bei Allah (Gott), ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiss, Allah ist allwissend und allkundig.“
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Sie verdeutlichten mit dieser Ayat, dass Gott die Menschen unterschiedlich erschuf. Das Unterschiedliche jedoch, sei eins der Zeichen Gottes. Gleichwohl ist diese Ayat die Aufforderung zum Kennenlernen verschiedener Menschen. Die Hautfarbe, die Sprache, die Herkunft - all dies seien Punkte, die wir nicht als Hindernisse sehen sollten, sondern als eine Bereicherung für die Gesellschaft. Verschiedenheit weckt das Interesse sein Gegenüber kennenlernen zu wollen.
Ein Punkt, der vielleicht der einen oder anderen Person entgangen sein mag, ist die Umbenennung des „Teeabends“. In Zukunft werden wir also zu „Begegnungsabenden“ eingeladen. Den Begegnungen in Zeit und Raum zu vertrauen, verlangt Offenheit und Aufrichtigkeit. Die DMS ist gewillt die Begegnungen unter den Menschen, so unterschiedlich sie sein mögen, zu fördern und zu fordern. Gesagt, getan! Nach dem Vortag von Mehmet und Amin, wurde das Zuckersüße Buffet eröffnet. Die Gäste begegneten sich in der Buffetschlange, am Bücherstand, oder an ihren Tischen und praktizierten das, wozu sie eingeladen worden sind: Sie lernten sich kennen.
M.Bouras
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